Quotelung Sachverständigenkosten nach einem Verkehrsunfall

Die Quotelung Sachverständigenkosten kann ein prekäres Thema werden

Sachverständiger Ja oder Nein – Die Quotelung von Sachverständigenkosten kann entscheidend sein.

Oft stellt sich die Frage, ob nach einem Verkehrsunfall ein Sachverständiger beauftragt werden sollte. Gerade in Unfällen mit unklarer Haftungslage muss dies aus Kostengründen genau überlegt werden.

Zur Frage der Erstattung von Sachverständigenkosten hat der Bundesgerichtshof nunmehr eine grundlegende Entscheidung getroffen.

Während nach Auffassung unter anderem des Oberlandesgerichtes Frankfurt a. M. der Anspruch auf Ersatz der Sachverständigenkosten nicht entsprechend der Verursachungsquote zu kürzen sein soll, hat das Oberlandesgericht Celle – ebenso wie mehrere andere Gerichte – gegenteilig entschieden.

Wird ein Fahrzeug bei einem Verkehrsunfall beschädigt, hat der Schädiger, grundsätzlich auch die dadurch entstehenden Kosten zu ersetzen. Dies jedoch nur, soweit zur Geltendmachung des Schadensersatzanspruchs eine Begutachtung des beschädigten Fahrzeugs durch einen Sachverständigen erforderlich und zweckmäßig ist. Trifft den geschädigten Fahrzeughalter an dem Unfall ein Mitverschulden, ist sein Ersatzanspruch gegebenenfalls auf eine Haftungsquote begrenzt.

Der Bundesgerichtshof hat in seiner Entscheidung vom 07.02.2012 (Aktenzeichen VI ZR 133/11) jetzt klargestellt, dass die Sachverständigenkosten ebenso wie die übrigen Schadenspositionen des Geschädigten nur im Umfang der Haftungsquote zu ersetzen sind.

Ergibt sich also eine Teilschuld von 30 %, sind nur 70 % der Sachverständigenkosten vom Haftpflichtversicherer des Unfallgegners zu erstatten und es verbleibt ein selbst zu tragender Rest von 30 %.

Deshalb ist es wichtig, bereits sofort nach den Unfall zu prüfen, was erforderlich ist.

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